Martin Ollrom: Souveräne Zusammenarbeit im österreichischen Bundesministerium mit Nextcloud
Im Jahr 2024 musste das Ministerium dringend seine Kollaborationstools modernisieren, nachdem Skype for Business eingestellt worden war. Auf der Suche nach einer neuen Lösung musste das Ministerium die strengen Vorgaben der DSGVO und der NIS2 einhalten. Sowohl die Unternehmensleitung als auch die Nutzer sprachen sich zunächst für Microsoft Teams aus, doch eine rechtliche Risikobewertung ergab erhebliche Bedenken hinsichtlich des Umgangs mit Daten in der Cloud. Angesichts der Herausforderung, die Zusammenarbeit zu verbessern, zugleich gesetzliche Vorgaben einzuhalten und die Abhängigkeit von internationalen Konzernen und anderen Regierungen zu reduzieren, entschied sich das BMWET für Nextcloud als Lösung. Eine Hybridlösung, bei der Nextcloud-Hub-Apps über Sendent parallel zu Outlook und Teams laufen, ermöglicht es dem Ministerium, bestehende Arbeitsabläufe beizubehalten und gleichzeitig die digitale Autonomie zu fördern. Die Herausforderung ging jedoch über die Auswahl der richtigen Lösung hinaus: • Wie kann man Führungskräfte und Nutzer davon überzeugen, dass digitale Souveränität wirklich notwendig ist? • Wie kann ein reibungsloser Übergang sichergestellt werden – sowohl für die Nutzer bei der Einführung neuer Tools als auch bei der Umsetzung der erforderlichen technischen Schutzmaßnahmen? • Wie lassen sich kritische Dienste mit minimalem Risiko migrieren? In diesem Interview sprechen wir mit Martin Ollrom über genau diese Fragen. Darüber hinaus sprechen wir darüber, welche Auswirkungen eine solche Migration auf andere öffentliche Einrichtungen hat und welche Lehren CIOs daraus ziehen können, die einen Wechsel von dominierenden Cloud-Lösungen hin zu europäischen Lösungen planen.
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